17. Sept. 2025·7 Min. Lesezeit

Rubrik zur Überprüfung von Cold‑Email‑Texten: Ein Bewertungsbogen für Teams

Nutzen Sie diese Bewertungsrubrik für Cold-Email-Texte, um Klarheit, Relevanz, Belege, Risikofaktoren und CTA‑Stärke zu bewerten — so geben Teams konsistentes Feedback.

Rubrik zur Überprüfung von Cold‑Email‑Texten: Ein Bewertungsbogen für Teams

Warum Teams eine Bewertungsrubrik brauchen

Feedback zu Cold-Emails wird oft zur Meinungsrunde: „Ich mag diese Zeile“, „Fühlt sich zu lang an“, „Ich würde das nie so schreiben.“ Das passiert, wenn Leute nach Geschmack reagieren statt die E-Mail an gemeinsamen Standards zu messen.

Eine Bewertungsrubrik gibt dem Team eine schnelle, wiederholbare Methode, einen Entwurf zu beurteilen. Statt 15 Minuten über Formulierungen zu streiten, bewerten die Prüfer immer dieselben Punkte: ist sie klar, ist sie relevant, enthält sie Belege, schafft sie Zustellbarkeits‑ oder Reputationsrisiken, und ist der nächste Schritt klar?

Wenn ein Team eine Rubrik nutzt, verbessern sich meist drei Dinge schnell: Tempo (Leute wissen, worauf sie achten müssen), Konsistenz (neue SDRs und erfahrene Reps geben ähnliches Feedback) und Stimmung (weniger Streit, mehr Fixen). Coaching wird ebenfalls leichter. Statt vagen Hinweisen wie „mach es besser“ kannst du sagen: „Deine Relevanzbewertung landet immer bei 1/2. Lass uns das Targeting schärfen.“

Das hilft:

  • SDR‑Teams, die einen Standard für viele Sender brauchen
  • Sales‑Leads, die Sequenzen abnehmen und weniger Nacharbeit wollen
  • Solopreneure, die mit Freelancern oder Auftragnehmern für Copy arbeiten
  • Alle, die A/B‑Tests fahren und saubere Vergleiche brauchen

Was sie nicht ist: ein magischer Test für Product‑Market‑Fit. Eine E-Mail kann gut abschneiden und trotzdem scheitern, wenn das Angebot falsch ist oder die Liste schlecht. Die Rubrik bewertet Textqualität und vermeidbare Fehler, sodass das Team die Nachricht verbessern kann, ohne zu raten.

Wenn zwei Prüfer beim Betreff unterschiedlicher Meinung sind, verschiebt die Rubrik die Frage von „Gefällt dir das?“ zu „Sagt das klar, für wen das ist und was sie bekommen?“

Wie man die Rubrik nutzt, ohne alle auszubremsen

Eine Rubrik funktioniert nur, wenn sie in den normalen Arbeitstag passt. Ziel ist schnelles, konsistentes Feedback, das den nächsten Entwurf verbessert — nicht eine lange Sitzung voller Meinungen.

Zeitbox Reviews auf 5–10 Minuten pro E‑Mail. Braucht es länger, ist der Entwurf wahrscheinlich noch nicht fertig oder die Prüfergruppe zu groß.

Prüft immer eine Version auf einmal (Betreff + Body + CTA). Vergleicht nicht drei Entwürfe gleichzeitig. Bewertet die aktuell beste Version, behebt die größten Probleme und macht bei Bedarf eine zweite Runde.

Haltet Kommentare in klarem, leserorientiertem Ton. Überspringt Stil‑Debatten wie „mach es knackiger“. Besser ist: „Ich verstehe nicht, was ihr verkauft“, „das klingt generisch“ oder „die Bitte ist unklar.“

Ein schneller Ablauf, der funktioniert:

  • Eine Person liest die E‑Mail laut vor.
  • Alle bewerten lautlos und schreiben je Kategorie einen Kommentar.
  • Jeder Prüfer nennt zwei Dinge: die größte Stärke und das größte Risiko.
  • Der Owner wählt die zwei wichtigsten Änderungen und schreibt sie sofort um.

Nennt das größte Risiko zuerst, besonders Zustellbarkeit oder Compliance (spamartige Formulierungen, zu starke Claims, fehlende Opt‑out‑Angabe). Haltet es bei der E‑Mail, nicht beim Verfasser: „Diese Zeile wirkt riskant“ ist besser als „Du hast das schlecht geschrieben.“

Bewertungsskala und einfache Regeln für Prüfer

Eine Rubrik funktioniert nur, wenn alle gleich bewerten. Wählt eine Skala, definiert sie klar und haltet die Regeln eng. Ziel ist Konsistenz, nicht perfekte Mathematik.

Eine einfache Skala, die ehrlich bleibt

Eine 0–2 Skala reicht meist aus:

  • 0 = Redo: unklar, riskant oder am Ziel vorbei. Braucht ein Neuschreiben, keine kleinen Anpassungen.
  • 1 = Fix: die Idee ist ok, aber ein oder zwei Probleme blockieren das Versenden.
  • 2 = Pass: bereit zum Versenden, wie sie ist.

Hat die E‑Mail einen harten Blocker, überspringt detailliertes Scoring und markiert Redo. Häufige Blocker: unklare Bitte, fehlende Zielgruppenangabe oder Zustellbarkeitsrisiken (zu viele Links, aufwändige Formatierung, spamartige Wörter).

Um Feedback nützlich zu halten, schreibt einen Satz pro Kategorie. Macht ihn konkret und umsetzbar. Beispiel: „Der erste Satz enthält drei Ideen. In zwei Sätze teilen und mit dem Grund fürs Schreiben beginnen.“

Wenn Prüfer nicht übereinstimmen, nutzt eine schnelle Regel. Bei knappen Fällen stimmt schnell ab und weiter. Bei großem Unterschied holt eine zusätzliche Person eine Entscheidung in zwei Minuten ein. Wenn dieselbe Diskussion öfter aufkommt, macht es zur Teamregel (z. B. „immer einen konkreten Belegpunkt einbauen“).

So bleibt euer Team‑Copy‑Review‑Prozess schnell, konsistent und einfach in jedem Tool anwendbar, mit dem ihr Kampagnen verschickt.

Kategorie 1: Klarheit (ist es leicht zu verstehen?)

Klarheit ist der schnellste Gewinn. Wenn der Leser sich anstrengen muss, um zu verstehen, überspringt er, löscht oder markiert als Spam.

Startet mit den ersten fünf Sekunden. Der Betreff sollte signalisieren, worum es geht, ohne zu clever zu sein. Kann ein Kollege den Betreff in einem kurzen Satz zusammenfassen? Wenn nicht, ist er wahrscheinlich vage.

Dann überprüft die Eröffnungszeile. Ein starker erster Satz beantwortet: „Warum sollte mich das interessieren?“ Er muss nicht verkäuferisch sein. Er braucht nur einen klaren Grund, warum die Nachricht Aufmerksamkeit verdient (ein Problem, das euch aufgefallen ist, ein Ziel, das sie wahrscheinlich haben, oder eine einfache Beobachtung).

Die meisten Klarheitsprobleme kommen von überflüssigen Wörtern. Streicht Füllwörter, die nichts zum Sinn beitragen. Ersetzt vage Phrasen wie „kurz anklopfen“ oder „wollte mich melden“ durch das, was ihr tatsächlich wollt.

Schnelle Klarheitschecks:

  • Kannst du nach einmal Lesen den Punkt in 10 Wörtern erklären?
  • Passt der Betreff zur ersten Zeile, oder wirken sie unabhängig?
  • Passt die Kernbotschaft auf einen Handybildschirm ohne endloses Scrollen?
  • Gibt es Akronyme oder Fachbegriffe, die ein Außenstehender nicht verstehen würde?
  • Gibt es Sätze, die geteilt werden sollten?

Macht einen Vorlesetest. Lest die E‑Mail im normalen Tempo vor. Wo ihr stolpert, wird der Leser auch zögern.

Beispiel: Wenn die erste Zeile lautet „We help teams unlock efficient pipeline outcomes“, schreibt stattdessen „Wir helfen SDR‑Teams, mehr Meetings aus Cold‑Email zu buchen.“ Gleiche Bedeutung, leichter verständlich.

Kategorie 2: Relevanz (wirkt sie für den Empfänger gedacht?)

Relevanz verdient Aufmerksamkeit. Eine Nachricht kann klar sein und trotzdem ignoriert werden, wenn sie beliebig klingt. Diese Kategorie beantwortet: erkennt sich der Empfänger in den ersten Zeilen wieder?

Beginnt mit dem Ziel‑Fit. Rolle und Unternehmenstyp sollten ohne große Umwege erkennbar sein. „Head of RevOps bei einem SaaS mit 50–200 Mitarbeitenden“ ist spezifisch. „Hi, ich helfe Unternehmen zu wachsen“ nicht.

Sucht dann nach einem echten Anlass: warum gerade sie, warum jetzt. Ein guter Anlass kann timig sein (neue Finanzierung, Einstellungen, Produktstart) oder situativ (ein typischer Workflow‑Pain für diese Rolle). Fehlt ein Trigger, wirkt die E‑Mail zufällig.

Personalisierung sollte normal wirken, nicht creepig. Nutzt ein arbeitsrelevantes Detail, das den Grund fürs Schreiben stützt. Vermeidet persönliche Fakten, zu präzises Tracking oder lange Aufzählungen von Beobachtungen.

Wie Relevanz zu bewerten ist:

  • 2 (Pass): Rolle + Kontext sind schnell klar und der Grund für das Anschreiben ist schlüssig.
  • 1 (Fix): Targeting ist größtenteils richtig, klingt aber noch etwas template‑mäßig.
  • 0 (Redo): Könnte an fast jeden gehen oder das „Warum Sie“ fehlt.

Beispiel: „Hab gesehen, ihr stellt diesen Monat 3 SDRs ein. Die Bearbeitung von Antworten wird schnell chaotisch. Wir helfen, Antworten zu kategorisieren, damit Reps sich auf interessierte Leads konzentrieren. Zeit für 10 Minuten?“ Das ist spezifisch, zeitnah und professionell.

Kategorie 3: Belege (warum sollen sie euch glauben?)

Starte deine nächste Sequenz in LeadTrain
Build a multi-step cold email sequence and keep versions clean for A-B tests.

Cold‑Emails machen viele Versprechungen. Belege sorgen dafür, dass euer Claim als Testversuch sicher wirkt. Bewertet danach, ob ihr in einer kurzen Zeile einen echten Grund zum Glauben geliefert habt.

Gute Belege können klein sein: eine Zahl („Antwortzeit um 30 % reduziert“), ein kurzes Ergebnis, ein erkennbarer Kundentyp oder ein glaubwürdiger Ablauf („wir führen einen 2‑Schritte‑Audit durch und schicken 3 personalisierte Ansätze“). Wichtig ist, dass es spezifisch und leicht überprüfbar ist.

Bleibt sachlich. Tauscht überhebliche Claims gegen nüchterne Fakten. „Wir sind die Besten“ und „#1“ schneiden meist schlecht ab, es sei denn, ihr könnt das in einem Satz belegen.

Platziert Beleg direkt nach der Hauptwert‑Zeile, vor der CTA. Am Ende platziert sehen es viele Leser nicht mehr; vorne platziert kann es wie Angeberei wirken, bevor ihr euch Zustimmung verdient habt.

Habt ihr noch keine Case Studies, nutzt Mikro‑Belege: ein kleines Pilotprojekt („testen gerade bei 5 SaaS‑Teams“), eine kurze Probe mit klaren Grenzen („wir stoppen nach zwei E‑Mails, wenn es nicht passt“) oder eine konkrete Methode („wir klassifizieren Antworten in interessiert/nun nicht/bounce so ihr nicht manuell sortieren müsst“).

Beispiel: Statt „Wir verbessern die Zustellbarkeit“ schreibt „Wir wärmen Mailboxen auf und überwachen Bounces, bevor wir skalieren.“

Kategorie 4: Risiko‑Faktoren (Zustellbarkeit und Reputation)

Diese Kategorie deckt zwei Dinge ab: ob eure E‑Mail im Postfach landet, und ob sie euer Unternehmen vertrauenswürdig aussehen lässt, wenn sie geöffnet wird. Ein gutes Angebot kann scheitern, wenn der Text spamig oder aufdringlich wirkt.

Startet mit offensichtlichen Spam‑Signalen: mehrere Links, starkes Tracking‑Gefühl, „click here“ überall, ausrufezeichen (!!!) oder GROSSBUCHSTABEN. Haltet die Formatierung schlicht. Links spart ihr besser für später in der Konversation auf.

Beachtet zustellbarkeits‑sensible Inhalte: große Bilder, aufwändige HTML‑Mails oder Begriffe wie „garantiert“, „risikofrei“, „handeln Sie jetzt“ und „dringend“ können schaden. Sicherste E‑Mails lesen sich, als hätte sie eine normale Person schnell geschrieben.

Respekt ist wichtig. Bei Kaltakquise fügt eine einfache Opt‑out‑Zeile hinzu, vermeidet sensible/regulierte Behauptungen (Finanzen, Gesundheit, Recht) und impliziert keine Beziehung, die nicht besteht. Wenn ihr Ergebnisse nennt, bleibt ehrlich und konkret.

Drucktaktiken schaden ebenfalls. „Ich pushe das nochmal“ ist ok. „Hast du überhaupt meine letzte Mail gesehen?“ nicht.

Wie Risiko zu bewerten ist:

  • 2 (Pass): Klartext, wenige Links, respektvoller Ton, klare Opt‑out‑Option, keine riskanten Claims.
  • 1 (Fix): Kleinere Probleme (etwas zu viel Hype, ein zusätzlicher Link, vage Ergebnisse).
  • 0 (Redo): Aufdringlicher Ton, viele Links/Tracker, fragwürdige Behauptungen oder alles, was ihr nicht öffentlich teilen wollt.

Wenn ein Repräsentant drei Links plus „LETZTE CHANCE!!!“ einfügt, bewertet ihr nicht nur den Text – ihr schützt eure Domain‑Reputation und Marke.

Kategorie 5: CTA‑Stärke (was passiert als Nächstes?)

Eine starke CTA sagt dem Leser genau, was als Nächstes zu tun ist, mit der kleinsten möglichen Hürde. Diese Kategorie beantwortet: Wenn der Prospect interessiert ist, ist es offensichtlich und einfach zu antworten?

Die besten CTAs sind Single‑Ask. Eine Aktion, nicht drei Optionen. Wenn ihr um einen Call, ein Demo und eine Empfehlung in derselben Mail bittet, erschwert ihr die Entscheidung und die Antworten sinken.

Bewertet die CTA höher, wenn sie spezifisch, leicht zu beantworten und dem Stand der Sequenz angemessen ist. Eine gute CTA hat geringe Reibung (unter 10 Sekunden zum Antworten), konkrete Worte (was, wann, wie lange) und erlaubt ein Nein.

Frühe Kontakte funktionieren oft besser mit einer Reply‑CTA (eine kurze Frage oder Ja/Nein). Hat der Prospect Kontext oder Belege, ist die Bitte um ein kurzes Meeting angemessener.

Beispiel: Erste Mail endet mit „Wert einen kurzen Blick? Antworte mit ‚ja‘ und ich schicke 2 Zeilen, wie das für Teams wie Ihres funktioniert.“ Ein späteres Follow‑up kann sein: „Wenn relevant, offen für 12 Minuten Dienstag oder Donnerstag?“

Schließt höflich und passt die Bitte an: „Wenn nicht, kein Problem. Antworte ‚nein‘ und ich schließe den Fall.“

Schritt‑für‑Schritt: Führe einen 10‑Minuten Team‑Review durch

Senden über SDRs standardisieren
Add mailboxes and manage sending at team scale without juggling separate tools.

Ein kurzes, wiederholbares Meeting schlägt einen langen, chaotischen Thread. Ziel ist eine klare Entscheidung: versenden oder konkrete Linien beheben.

Nutzt die Rubrik als Bewertungsbogen, den alle sehen können (ein gemeinsames Doc reicht). Eine Person moderiert, eine notiert, und der Verfasser hört größtenteils zu.

Eine 10‑Minuten‑Agenda, die straff bleibt:

  • Minuten 0–2: Eine Person liest die E‑Mail laut vor. Alle geben schnelle Bewertungen für jede Kategorie.
  • Minuten 2–5: Pro Kategorie wählt ihr einen Satz, der so bleiben soll oder markiert ihn als Problemzeile.
  • Minuten 5–7: Alle schreiben 1–2 Umschreiboptionen für die eine, größte Hebelzeile (oft Opener, Proof‑Zeile oder CTA). Wählt eine.
  • Minuten 7–9: Einigt euch auf eine Mindest‑Pass‑Punktzahl und eine kurze Must‑Fix‑Liste (1–3 Punkte). Falls sie nicht besteht, geht sie nicht raus.
  • Minuten 9–10: Entscheidet das A/B‑Test‑Design. Ändert eine Variable und legt fest, was ihr messen wollt.

Nach dem Meeting aktualisiert der Verfasser den Entwurf einmal anhand der Must‑Fix‑Liste. Vermeidet Runden mit kleinsten Änderungen.

Für den A/B‑Plan: Testet nur eine Variable. Beispiel: Version A behält Body und Proof, ändert nur die CTA von „Worth a quick chat?“ zu „Can I send 2 ideas for your pipeline this week?“ Alles andere bleibt gleich, damit ihr wirklich etwas lernt.

Beispiel: Ein Cold‑Email als Team bewerten

Szenario: Ein SDR‑Team startet eine neue Sequenz für Operations‑Leiter in Unternehmen mit 200–1.000 Mitarbeitenden.

Hier ist der Entwurf, den sie prüfen:

Subject: Quick question about SOPs

Hi Maya - I noticed your team is scaling.
We help ops teams reduce process chaos and improve efficiency.
Our platform uses AI to map workflows and automate handoffs.
Most teams see results fast.
Open to a quick call next week?

- Sam

Sie bewerten (0–2) und notieren je eine Anmerkung:

  • Klarheit: 1/2 – „Was macht ihr konkret in einfachen Worten?“
  • Relevanz: 0/2 – „Nichts zeigt, dass ihr ihre Welt kennt (Tickets, Handoffs, SLA, Onboarding).“
  • Belege: 0/2 – „Keine konkreten Beispiele, Metriken oder erkennbaren Kundentypen.“
  • Risikofaktoren: 2/2 – „Sichere Formulierung, aber ‚AI‘ ist vage und kann Skepsis auslösen.“
  • CTA‑Stärke: 1/2 – „Die Bitte ist klar, aber generisch. Bietet zwei Zeitoptionen an."

Sie überarbeiten anhand der Notizen:

Subject: Reducing handoff gaps in ops

Hi Maya - quick question.
When teams grow, handoffs between support, ops, and onboarding often break.
We help ops leaders spot where work gets stuck (and fix it) using a simple workflow review.
Example: teams often cut days off onboarding by removing 1-2 handoff steps.
Would a 12-minute call Tue or Thu work to see if this fits your setup?

- Sam

Nächster Test: Körper gleich halten und A/B‑testen, ob (1) der Betreff oder (2) die Beleg‑Zeile die Antwortrate hebt.

Häufige Fehler, die Feedback laut und unbrauchbar machen

Rubrik-geprüfte E-Mails schneller verschicken
Turn rubric scores into edits and send the updated sequence from one place.

Eine Rubrik hilft nur, wenn Prüfer dasselbe Ziel haben: klar, relevant, glaubwürdig, versandbar und leicht handhabbar. Eine Falle ist, über ein einzelnes Adjektiv zu diskutieren, während die E‑Mail noch generisch wirkt. Wenn die Nachricht unverändert an 100 verschiedene Rollen gesendet werden könnte, lösen Wortspielereien das Problem nicht. Die Rubrik sollte Prüfer dazu bringen zu fragen: sieht der Leser sofort, warum das für ihn ist?

Personalisierung kann nach hinten losgehen, wenn sie konstruiert oder invasiv klingt. Wenn ihr ein Detail nicht verifizieren könnt, nutzt leichtere Personalisierung wie Rolle, Branche oder einen öffentlichen Trigger.

Zu viel Belege sind ebenfalls ein Problem. Teams versuchen, jedes Logo, jede Statistik und jedes Feature unterzubringen. Das Ergebnis ist eine lange E‑Mail ohne Kernpunkt. Wählt einen Beleg, der das einzelne Versprechen stützt.

Unnütze Feedbackmuster:

  • Auf Kleinigkeiten achten, während die E‑Mail keine klare Relevanz hat
  • „Personalisierung“, die geraten, invasiv oder übertrieben schmeichelhaft klingt
  • Mehrere Belege stapeln, bis die Kernbotschaft verschwindet
  • Eine kühne CTA verlangen, bevor der Wert verdient wurde
  • Copy editieren, aber Zustellbarkeitsrisiken ignorieren (link‑reiche Mails, aggressiver Ton, fehlende Opt‑out‑Angabe)

Beispiel: Wenn jemand „Buche diese Woche ein Demo?“ als CTA vorschlägt, ist die richtige Antwort: „Welches konkrete Ergebnis bekommt der Empfänger, das diese Bitte fair macht?“ Erst die Begründung fixen, dann die Bitte.

Kurze Checkliste (30‑Sekunden Pass/Fail)

Bevor ihr bewertet, macht einen schnellen Pass. Das hält Reviews konsistent und verhindert, dass das Team Stilfragen diskutiert, wenn die Basics fehlen. Unter 4 „Ja“s: Entwurf erst überarbeiten, dann volle Rubrik laufen lassen.

Fünf Pass/Fail‑Checks:

  • Der Zweck ist in der ersten Zeile offensichtlich.
  • Ein Satz trägt einen klaren Nutzen (keine Buzzwords).
  • Mindestens ein Belegpunkt ist vorhanden (konkretes Ergebnis, erkennbare Kundentypen oder ein konkretes Credential).
  • Keine offensichtlichen Zustellbarkeits‑Risiken (spamige Formulierungen, zu viele Links, GROSSBUCHSTABEN, übertriebene Interpunktion). Opt‑out‑Sprache und Identitätsdetails entsprechen eurem Teamstandard.
  • Die CTA ist eine einfache Frage (Ja/Nein oder Wahl zwischen zwei Optionen).

Wenn der Opener mit einem generischen Kompliment beginnt, der Nutzen vage ist und die CTA nach 30 Minuten fragt, ist das meist ein automatisches Fail. Strafft die erste Zeile, fügt ein echtes Detail hinzu und wählt eine kleinere Bitte.

Nächste Schritte: Die Rubrik in euren Sende‑Workflow integrieren

Eine Rubrik hilft nur, wenn sie dort auftaucht, wo gearbeitet wird. Behandelt sie wie eine Standard‑Pre‑Send‑Prüfung, nicht als Dokument, an das sich Leute erinnern, wenn etwas schiefgeht.

Speichert sie als gemeinsames Template, das das Team in Minuten kopieren und ausfüllen kann. Legt einen kleinen Ordner mit „guten Beispielen“ daneben: 3–5 E‑Mails, die gut bewertet wurden und echte Antworten brachten. Wer eine neue First‑Touch‑Mail schreibt, kann sie vor dem Feedback mit einem Gewinner vergleichen.

Macht die Bewertungen sichtbar neben den Ergebnissen. Schon ein einfaches Log lehrt schnell: Hingen höhere Relevanz‑Scores mit mehr positiven Antworten zusammen? Sagten Risiko‑Flags Bounces oder Spam‑Beschwerden vorher? Nach ein paar Sends lernt ihr, was für eure Zielgruppe wirklich zählt.

Eine einfache Art, es im Workflow zu verankern:

  • Erforderlich: kurze Bewertung, bevor eine neue Sequenz live geht (besonders E‑Mail 1).
  • Prüft die wirkungsvollsten Teile: Betreff, erste zwei Zeilen und CTA.
  • Dokumentiert die Endbewertung und eine Änderung, die ihr wegen des Reviews vorgenommen habt.
  • Bewerte nach Änderungen erneut, dann die Version sperren, die ihr verschickt.

Wenn euer Prozess über Domain‑Setup, Warmup, Sequenzen und Reply‑Sorting verteilt ist, gehen Reviews leicht verloren. Eine einheitliche Cold‑Email‑Plattform wie LeadTrain (leadtrain.app) kann helfen, weil sie Sending‑Infrastruktur, Warmup, mehrstufige Sequenzen, A/B‑Tests und Reply‑Klassifizierung an einem Ort zusammenführt, sodass Copy‑Änderungen zu verschickten Kampagnen werden.

Wählt eine E‑Mail, die ihr heute überprüft. Diese Woche: führt einen kleinen A/B‑Test durch: behaltet eine Version unverändert und ändert in der anderen Version eine Sache auf Basis der niedrigsten Kategoriebewertung der Rubrik. Trackt Replies, positive Replies, Bounces und Abmeldungen, und fügt den Gewinner zu euren „guten Beispielen“ hinzu.

FAQ

Was ist eine Rubrik zur Überprüfung von Cold-Email-Texten und warum sollte man sie verwenden?

Eine Rubrik verwandelt Feedback in eine schnelle Prüfung anhand gemeinsamer Standards. Anstatt über Vorlieben zu streiten, bewerten die Prüfer immer dieselben Kategorien – das macht Änderungen schneller und das Ergebnis konsistenter.

Welche Bewertungsskala sollten wir für die Rubrik verwenden?

Verwende eine einfache 0–2 Skala: 0 = Redo (nicht versendbar), 1 = Fix (nach ein bis zwei Anpassungen versendbar), 2 = Pass (sofort versandbereit). Halte die Definitionen strikt, damit alle gleich bewerten.

Wie führen wir eine Überprüfung durch, ohne dass sie zur endlosen Besprechung wird?

Begrenze die Zeit auf 5–10 Minuten pro E-Mail. Nur eine Version pro Durchgang prüfen, zuerst still bewerten, dann die größte Stärke und das größte Risiko teilen, damit der Verfasser sofort die wichtigsten zwei Änderungen vornehmen kann.

Was sollte als automatisches “Redo” zählen?

Wenn es einen harten Blocker gibt, markiere Redo und stopp die Prüfung. Häufige Blocker sind: unklare Bitte, unklare Zielgruppe oder Zustellbarkeitsrisiken wie spamartige Formulierungen, zu viele Links oder aggressive Behauptungen.

Wie bewerten wir die “Klarheit” schnell?

Klarheit heißt, der Leser versteht sofort, worum es geht und warum es ihn interessieren sollte. Prüfe Betreff und erste Zeile, kürze Füllwörter, vermeide Buzzwords, und mache einen Vorlesetest, um holprige oder überladene Sätze zu finden.

Wodurch wirkt eine E-Mail relevant statt nach einer Vorlage?

Relevanz bedeutet, es wirkt für diese Person geschrieben, nicht für irgendwen. Rolle und Kontext sollten schnell erkennbar sein, es braucht ein glaubwürdiges “Warum gerade Sie/jetzt” und eine arbeitsrelevante Detailpersonalisierung ohne creepy zu wirken.

Was zählt in einer Cold-Email als gutes “Proof”?

Gutes Proof ist ein kurzer, konkreter Grund zu glauben: eine Zahl, ein konkretes Ergebnis, ein erkennbare Kundentyp oder eine klare Methode. Kurz, nüchtern und direkt nach der Hauptaussage platzieren, damit es nicht übersehen wird.

Was sind die größten Zustellbarkeits- und Reputationsrisiken im Text?

Halte es als Klartext, respektvoll und mit wenigen Links. Vermeide Hype-Worte wie „garantiert“ oder „dringend“, meide schwere Formatierungen, füge eine einfache Opt-out-Zeile hinzu und impliziere nie eine Beziehung, die nicht existiert.

Wie schreiben wir eine starke CTA, die Antworten bringt?

Mach den nächsten Schritt zu einer einzelnen, leicht auszuführenden Handlung. Früh im Austausch funktioniert oft eine Reply‑CTA (Ja/Nein oder eine kurze Frage) besser als ein großer Meeting-Ask. Gib eine einfache Möglichkeit, Nein zu sagen.

Wie sollten wir nach der Rubrik A/B‑Tests durchführen?

Teste immer nur eine Variable, z. B. Betreff, Proof-Zeile oder CTA. Halte sonst alles identisch, damit du wirklich weißt, was die Veränderung bewirkt hat. Vergleiche Ergebnisse anhand Replies, positiven Replies, Bounces und Abmeldungen.