Co‑Marketing‑Outreach für SaaS: Webinare und Leitfäden vorschlagen
Co‑Marketing‑Outreach für SaaS klappt am besten, wenn du ein klares Thema wählst, die Promotion aufteilst und ehrliche Erfolgskriterien vereinbarst.

Warum Co‑Marketing‑Outreach schwierig (aber lösbar) ist
Die meisten Co‑Marketing‑Pitches werden ignoriert, weil sie wie zusätzlicher Aufwand mit unklarem Nutzen klingen. Ein beschäftigter Partner prüft schnell drei Dinge: Ist das relevant für meine Zielgruppe, schadet es meiner Marke, und wie viel Zeit kostet es? Wenn deine Mail diese Fragen nicht in wenigen Zeilen beantwortet, wird sie leicht übergangen.
Partner sorgen sich außerdem um Risiko. Das Versenden an ihre Liste ist ein Vertrauensbeweis, also denken sie an List‑Fatigue, Abmeldungen und ob deine Nachricht zu werblich klingt. Sie fragen sich auch nach Marken‑Fit ("Macht uns das unpassend?“) und Umsetzung ("Müssen wir am Ende doch alles machen?").
Ein überzeugender Pitch lässt ein Ja sicher und einfach wirken. Er bietet ein klares Thema, einen realistischen Arbeitsaufwand und einen konkreten Plan, wer was übernimmt. Er zeigt auch, dass du über die Überschneidung der Zielgruppen nachgedacht hast, nicht nur über Lead‑Menge.
Bevor du jemanden kontaktierst, kläre ein paar Basics, damit du nicht zu viel versprichst: ein in einfachen Worten formuliertes Thema und für wen es gedacht ist, ein Format (Webinar, Leitfaden, Workshop) mit grober Länge und ein Entwurf für die Aufteilung von Arbeit und Promotion. Entscheide dich für ein oder zwei messbare Ergebnisse und halte sie bescheiden.
Zum Beispiel: Wenn du ein komplementäres SaaS zu einem Co‑Hosting eines Webinars einlädst, schlage einen praktischen Use Case und einen einfachen Plan vor: gemeinsame Gliederung, eine Generalprobe und eine festgelegte Anzahl an Promo‑Kontakten pro Seite. Diese Klarheit verwandelt einen kalten Pitch in ein echtes Gespräch.
Den richtigen Partner für ein gemeinsames Webinar oder einen Leitfaden auswählen
Der schnellste Weg, einen Monat zu verschwenden, ist einen Partner nach großem Logo auszuwählen, statt nach tatsächlicher Zielgruppen‑Überschneidung.
Beginne mit einem einfachen Partner‑Profil: starke Zielgruppen‑Überschneidung, ein klar angrenzender Use Case und keinerlei direkte Konkurrenz. „Angrenzend“ bedeutet, dass dein Produkt und ihres von derselben Person in derselben Woche für verschiedene Schritte der Aufgabe genutzt werden.
Ein passender Partner teilt meist deine Zielrolle und Unternehmensgröße, ergänzt deinen Workflow (CRM, Analytics, Terminplanung, Onboarding, Abrechnung oder Support) und hat einen ähnlichen Marken‑Ton (keine „magischen Ergebnisse“‑Versprechen). Er muss zudem echte Promo‑Fähigkeit haben und einen Grund, jetzt aktiv zu werden (Produkt‑Launch, neuer Zielmarkt, Report).
Du kannst die Passung nur mit öffentlichen Informationen validieren. Scanne ihre Website‑Texte nach Zielgruppe, sieh dir ein paar aktuelle Beiträge oder Webinare an, um Themenmuster zu erkennen, und prüfe, ob sie schon Partner‑Sessions gemacht haben. Wenn du Muster wie Absagen, vage Ankündigungen oder fehlenden Nachfolge‑Content siehst, gehe davon aus, dass die Umsetzung schwer wird.
Achte auf Warnsignale: nicht passende Zielgruppen (Enterprise‑CIOs vs. scrappy Gründer), ein Partner, der nur Lead‑Dumps will statt geteilten Mehrwerts, oder ein Team, das Wochen für einfache Antworten braucht.
Erstelle eine Shortlist von 10–15 Partnern und reduziere dann auf 3–5 nach Geschwindigkeit und Passung. Wenn du eine Cold‑Email‑Plattform wie LeadTrain betreibst, ist ein natürlicher Partner ein CRM oder Terminplaner, dessen Nutzer mehr gebuchte Termine wollen, nicht ein weiteres Outbound‑Tool.
Ein Thema wählen, das beiden Zielgruppen nutzt
Das Thema sollte bei einem gemeinsamen Kundenproblem beginnen, nicht bei einer Produkt‑Tour. Wenn es klingt wie „unser Produkt + ihr Produkt“, fürchten viele Partner, es werde zu einer Verkaufsshow.
Ein einfacher Weg zur Überschneidung: schreibe einen Satz, dem beide Teams zustimmen können: „Unsere Zielgruppen haben Problem X, und wir können ihnen helfen, zu Y zu kommen.“ Baue die Session oder den Leitfaden um die Schritte, um Y zu erreichen, wobei jedes Unternehmen echte Beispiele beiträgt.
Drei Themenansätze funktionieren häufig, weil sie etwas Nützliches lehren und neutral bleiben:
- How‑to: ein klarer Prozess, den jemand in einer Woche umsetzen kann.
- Playbook: Entscheidungen, Vorlagen und Handlungsanweisungen für gängige Szenarien.
- Teardown: eine Vorher/Nachher‑Analyse eines realen (anonymisierten) Ansatzes und wie man ihn verbessert.
Auch das Format ist wichtig. Ein Webinar ist besser, wenn du Interaktion und schnellen Versand willst (eine Präsentation, eine Generalprobe). Ein Leitfaden ist besser, wenn du Screenshots, Checklisten und sorgfältige Formulierungen brauchst – und etwas, das nach dem Launch weiter Leads bringt.
Um das Thema fair zu halten, prüfe deine Gliederung:
- Bekommen beide Partner gleiche Lehrzeit (nicht nur gleiche Logo‑Zeit)?
- Kann das Publikum profitieren, auch wenn niemand etwas kauft?
- Sind Beispiele über beide Workflows verteilt, nicht nur über einen?
- Gibt es eine gemeinsame Kern‑Aussage, nicht zwei separate Pitches?
Beispiel: Statt „Wie man LeadTrain mit Partner X nutzt“ schlage „Ein praktisches Outbound‑ und Nurture‑System für kleine SaaS‑Teams: Zielgruppen finden, E‑Mails schreiben, Replies bearbeiten und an den richtigen nächsten Schritt übergeben“ vor. Jeder Partner übernimmt ein Kapitel des Prozesses, und das Publikum gewinnt in jedem Fall.
Schritt für Schritt: wie man den Pitch schreibt und eine Antwort bekommt
Ein guter Pitch ist kurz, konkret und leicht mit Ja zu beantworten. Dein Ziel ist nicht, das ganze Webinar oder den Leitfaden in der ersten Nachricht zu verkaufen. Es geht darum, ein 15‑minütiges Gespräch zu bekommen.
Halte die erste Mail auf vier Punkte fokussiert: eine klare Bitte (inkl. Format), eine kurze Nutzenformulierung für jede Zielgruppe, einen kleinen ehrlichen Belegpunkt und einen einfachen nächsten Schritt.
Biete 2–3 Themenoptionen an, damit sie wählen können, statt selbst zu brainstormen. Mach sie eng und praktisch, z. B. „Wie man No‑Shows nach Demos reduziert“ statt „Wachstumsstrategien“. Füge eine leichte Zeitabschätzung hinzu, damit es machbar wirkt: „45 Min. live + 30 Min. Vorbereitung pro Seite“ oder „Wir entwerfen die Gliederung, ihr überprüft einmal."
Wenn du Daten vorschlägst, gib ein kleines Fenster und die Erlaubnis, Nein zu sagen: „Passt Di oder Do nächste Woche? Wenn nicht, sag mir, welche Woche besser ist und ich passe mich an.“ Selbstbewusst, nicht aufdringlich.
Hier ein einfacher Pitch, den du anpassen kannst:
Subject: Joint webinar idea for [their audience]
Hi [Name] - I’m [You] at [Company]. Want to co-host a 45-min webinar for [audience]?
Topic options:
1) [Option A]
2) [Option B]
3) [Option C]
Why it’s worth it: your audience gets [benefit], ours gets [benefit].
Proof: we typically reach about [range] in similar sessions.
Open to a quick 15-min chat? Tue or Thu afternoon works for me, but happy to adjust.
Vermeide große Versprechen („wir liefern 500 Leads“). Sei konkret, modest und leicht zu terminieren.
Zuständigkeiten, Arbeitsaufwand und Promo‑Aufteilung festlegen
Die meisten Partnerschaften scheitern nicht, weil die Idee schlecht ist. Sie scheitern, weil beide Seiten annehmen, das jeweils andere Team würde „es schon erledigen“. Schreib die langweiligen Details früh nieder.
Beginne damit, Owner für jeden Teil des Projekts zu benennen, nicht nur das verantwortliche Unternehmen. Bei einem gemeinsamen Webinar brauchst du üblicherweise einen Speaker, einen Moderator/Host, jemanden für Content (Landing‑Texte und Recap), eine Design‑Verantwortliche (Slides und ein Promo‑Visual) und eine Ops‑Person (Registrierung, Erinnerungen, Exporte).
Dann entscheidet, wie ihr Promotion aufteilt. „Fair“ ist nicht immer 50/50. Es sollte reale Reichweite und Aufwand widerspiegeln und als Aktionen, nicht als Absichten, festgehalten werden. Ihr könnt gleiche Sends vereinbaren (gleich viele Mails), gewichtete Aufteilung (größere Liste sendet mehr, kleinere Liste liefert mehr Inhalte), Channel‑Aufteilung oder asset‑basierte Aufteilung.
Legt vor dem Start Registrierung und Lead‑Erfassung fest. Seid konkret zu den Datenfeldern (Name, E‑Mail, Firma, Rolle), wo die Daten liegen und ob beide Teams Zugriff haben. Wenn ihr Leads teilt, definiert Regeln wie: nur Personen, die opt‑in gegeben haben, und kein direktes Importieren in eine Sales‑Sequenz am ersten Tag.
Mappt außerdem das Follow‑up: Wer sendet die Dankesmail, wer sendet die Aufnahme oder den Download, und was ist der nächste Schritt (Demo buchen, einen verwandten Leitfaden lesen oder ein sanftes „Antwortet, wenn ihr die Checkliste wollt“). Ein klarer Follow‑up‑Plan schützt Vertrauen und macht die Partnerschaft wiederholbar.
Erfolgsmessung definieren, ohne zu viel zu versprechen
Ein gemeinsames Webinar oder Leitfaden kann echte Erfolge bringen, aber nur, wenn ihr die richtigen Dinge messt. Der schnellste Weg, Vertrauen zu schädigen, ist Pipeline zu versprechen, die ihr nicht kontrollieren könnt.
Stimmt euch auf Dinge ab, die ihr beeinflussen könnt (Reichweite, Engagement, qualifizierte Gespräche) und behandelt Umsatz als mögliches Ergebnis, nicht als Garantie. Erfolg kann bedeuten: neue Leads, das Vorstellen bei den richtigen Accounts, Lernen, welche Botschaften funktionieren, oder der Aufbau von Glaubwürdigkeit.
Wählt 3–5 Metriken, die ihr zuverlässig messen könnt, und haltet Definitionen einfach:
- Registrierungen oder Guide‑Downloads (einzigartige Personen)
- Teilnahmequote oder Lesetiefe
- Engagement (gestellte Fragen, Umfrageantworten, Antworten auf Follow‑up)
- Qualifizierte Leads (klare Kriterien wie Rolle, Firmengröße oder Anwendungsfall)
- Gebuchte Meetings (gleich definiert für beide Teams)
Vermeide „wir liefern 200 SQLs“. Nutze Spannen und Annahmen: „Wir erwarten 80–150 Registrierungen basierend auf ähnlichen Webinaren. Davon könnten 20–40% teilnehmen. Wir peilen 10–25 Leads an, die dem vereinbarten Fit entsprechen.“ Halte Lead‑Qualität schriftlich (z. B. „US‑basiertes B2B SaaS, 11–200 Mitarbeiter, Sales‑ oder RevOps‑Titel").
Entscheidet, wie Ergebnisse geteilt werden und wann. Vereinbart ein kurzes Reporting‑Fenster (z. B. 7 und 30 Tage nach dem Event), wer das Recap sendet und welche Daten enthalten sind. Wenn ihr eine E‑Mail‑Plattform nutzt, die Antworten klassifiziert (z. B. interessiert vs. Abwesenheit vs. Bounce), wird euer Report realistischer und leichter vergleichbar.
Zeitplan und benötigte Assets planen
Ein klarer Zeitplan verhindert, dass ein Partnerprojekt in Details stirbt. Er macht die Anfrage außerdem leichter akzeptierbar, weil Arbeit definiert und zeitlich begrenzt ist.
Ein einfacher 2–4‑Wochen‑Zeitplan
Die meisten gemeinsamen Webinare und kurzen Leitfäden passen in ein knappes Zeitfenster, wenn ihr Entscheidungen früh und Produktion spät trefft:
- Tage 1–3: Thema, Format, Speaker/Autor und Owner für jedes Deliverable bestätigen
- Woche 1: Landing‑Text und Gliederung entwerfen
- Woche 2: Kern‑Asset erstellen und Registrierung starten
- Woche 3: Promotion laufen lassen, Talking Points finalisieren und kurze Generalprobe
- Woche 4 (optional): Durchführung, Aufnahme oder finaler Leitfaden veröffentlichen und Follow‑ups senden
Überspringt keine Review‑Gates. Setzt zwei Checkpoints früh in den Kalender: einen für die Gliederung (leicht zu ändern) und einen für das nahe endgültige Asset (nur noch Feinschliff). Eine einfache Regel hilft: Genehmigungen innerhalb von 48 Stunden, sonst gilt es als genehmigt.
Asset‑Checkliste
Haltet Assets kurz und wiederverwendbar, damit sich keine Seite überfordert fühlt:
- Landing‑Page‑Texte (Headline, Bulletpoints, Kurz‑Bios, CTA)
- 2–3 Promo‑Mails pro Partner
- Einige Social‑Posts pro Partner
- Webinar‑Slides oder Guide‑PDF (plus einseitige Zusammenfassung)
- Follow‑up‑Mail (Aufnahme/Guide, Kern‑Takeaways, nächster Schritt)
Backup‑Plan: Wenn eine Seite eine Deadline verpasst, liefert eine kleinere Version. Beim Webinar: kürzen auf 25 Minuten + Q&A. Beim Guide: jetzt eine 3–5‑seitige Playbook‑Version veröffentlichen und später erweitern.
Das Webinar oder den Leitfaden liefern, ohne zu werblich zu wirken
Langfristig funktioniert das nur, wenn das Publikum sich geholfen fühlt, nicht gepitcht. Die einfachste Regel: Zuerst lehren, zuletzt verkaufen — und nur, wenn es eine Frage beantwortet, die das Publikum ohnehin hat.
Ein Webinar, das wie eine Unterrichtsstunde wirkt
Ein sauberer Ablauf hält alle auf Kurs. Beginnt mit einer kurzen Begrüßung und Erwartungssetzung: Was lernen sie und für wen ist es gedacht. Verbringt den Großteil der Zeit mit praktischen Beispielen und erwähnt Tools nur, wenn sie einen Schritt überflüssig machen.
Begrenzt Produkt‑Talk mit ein paar Leitplanken: Produkte nur nennen, wenn sie die Lektion unterstützen (nicht die Lektion sind), einen Workflow zeigen (nicht zehn Features), neutrale Sprache verwenden („eine Möglichkeit ist...“) und Preise/Demos fürs Follow‑up aufheben.
Beispiel: Beim Thema „Wie man Cold‑Email‑Replies verbessert“ lehre Segmentierung, Zustellbarkeit und Follow‑up‑Timing. In einem kurzen Segment zeigt ein Partner, wie er Warm‑up und Reply‑Sorting handhabt (LeadTrain kann Replies wie interessiert, nicht interessiert oder Abwesenheit klassifizieren), der andere zeigt, wie qualifizierte Antworten ins System übergeben werden.
Ein Leitfaden, der wie ein Playbook liest
Ein Leitfaden wirkt weniger werblich, wenn er als Schritt‑für‑Schritt‑Playbook daherkommt: klare Ergebnisse, einfache Schritte, Vorlagen und häufige Fehler. Platziere Kern‑Ratschläge im Hauptteil. Produktverweise kommen in optionale Sidebars wie „Beispiel: Tool‑Setup“, so dass Lesende sie überspringen können.
Nach dem Event/Launch repurposed beide Partner den Content: kurzes Recap, einige Takeaways, gekürzte Q&A und eine Checkliste. So entstehen nützliche Assets, ohne dass das Original zur Anzeige wird.
Häufige Fehler, die Partner‑Vertrauen schädigen
Partner‑Vertrauen ist die eigentliche Währung. Von einem langsamen Start kann man sich erholen, von einem Partner, der sich überrascht oder ausgenutzt fühlt, schwer.
Einer der schnellsten Vertrauensbrecher ist, E‑Mail‑Listen wie Sammelkarten zu behandeln. „List‑Swaps“ oder eine Überraschungs‑Blast an die Abonnenten des Partners ohne klare, schriftliche Zustimmung führen zu Beschwerden, Abmeldungen und internem Ärger. Ein sichereres Muster: Jeder Partner mailt seine eigene Liste mit gemeinsam abgesprochener Copy und ihr teilt nur aggregierte Ergebnisse.
Ein weiterer Killer ist ein Thema, das wie Marketing klingt. Wenn der Titel auf einer Produktseite stehen könnte, wirkt er selbstbezogen. Ein guter Test: Kannst du den Nutzen in einem Satz erklären, ohne eines der Produkte zu nennen?
Es backt auch nach hinten los, wenn die erste Bitte zu schwer ist. Wenn deine erste Nachricht einen 12‑Wochen‑Plan, eine 30‑Folien‑Deck und „ihr macht die ganze Promotion“ enthält, hast du schon verloren. Fang klein an: ein 30‑minütiges Webinar oder ein kurzer Leitfaden mit klarer Aufgabenaufteilung.
Vier Fehler, die oft zusammen auftreten:
- E‑Mail‑Listen anderer ohne ausdrückliche Zustimmung anschreiben oder Kontakte exportieren
- Ein verschwommenes Thema vorschlagen, das „Wachstum“ verspricht, aber kein konkretes Ergebnis
- Zu viel Arbeit verlangen, bevor der Umfang geklärt ist
- Nicht festlegen, was mit den Leads nach dem Event passiert
Der letzte Punkt ist wichtiger als viele denken. Wenn Teilnehmende einen Leitfaden herunterladen, wer folgt nach, wie schnell und mit welcher Nachricht? Haltet es sauber: Jeder Partner folgt nur seinen eigenen Leads, und jedes gemeinsame Formular erklärt klar, was passiert.
Wenn ihr Outbound‑Tools wie LeadTrain nutzt, wendet dieselbe Disziplin an: holt Einwilligung ein, stimmt Messaging ab und schreibt Follow‑up‑Regeln vor dem Versand nieder.
Kurze Checkliste, bevor du die Outreach‑Mail sendest
Die meiste Arbeit passiert, bevor du auf Senden drückst. Denk vorab nach, dann wirkt dein Pitch selbstbewusst, der Partner sagt sicherer Ja und du vermeidest späteres Zurückrudern.
Beginne mit Fit: klare Zielgruppen‑Überschneidung, ähnlicher Kundentyp und keine direkte Konkurrenz. Wenn du nicht in einem Satz erklären kannst, warum deren Zielgruppe profitiert, wähle einen anderen Partner.
Hab Thema und Format fertig, bevor du schreibst. Versprich etwas Einfaches wie „hilf Menschen, X in Y Zeit zu tun“ und bereite zwei Backup‑Winkel vor, damit der Partner ohne Recherche wählen kann.
Vor dem Versand prüfe die Basics:
- Fit: Du kannst die gemeinsame Zielgruppe benennen und verkauft nicht dasselbe Kernprodukt
- Themenoptionen: eine Hauptidee plus zwei Alternativen
- Klare Aufteilung: wer erstellt was, wer hostet, wer schreibt, wer designt, wer Follow‑ups macht
- Promotionsplan: was jede Seite bis wann sendet
- Zuständigkeit: eine Person auf deiner Seite ist verantwortlich für Entscheidungen und Deadlines
Mach einen finalen „keine Überversprechen“‑Check. Legt fest, was ihr messen werdet (Registrierungen, Teilnehmer, Downloads, Meeting‑Anfragen) und was nicht garantiert wird (Pipeline, Umsatz). Bestätigt, wie ihr Ergebnisse an den Partner zurückmeldet und wann.
Kleines Beispiel: Für ein gemeinsames Webinar stimmt ihr vorab zu, wer die Landing‑Page betreut, wer die Attendee‑Liste exportiert und was „geteilte Leads“ bedeutet (z. B. nur opt‑in‑Personen). Tools wie LeadTrain können helfen, Partner‑Outreach‑Sequenzen zu laufen und Replies organisiert zu halten, aber der echte Gewinn ist, die Details vor der ersten Mail geklärt zu haben.
Beispiel‑Szenario: realistischer Plan für ein gemeinsames Webinar
LeadTrain (Cold‑Email) arbeitet mit einem leichten CRM für kleine Vertriebsteams zusammen. Die Käufer überschneiden sich: SDR‑Leads, Sales‑Manager und Solopreneure, die mehr Meetings wollen, ohne mehr Tools.
Sie einigen sich auf ein Thema, das zu beiden Produkten passt: „Vom ersten Cold‑Email zur gebuchten Demo: ein praktischer Reply‑to‑Meeting‑Workflow.“ Das Versprechen bleibt modest. Teilnehmende erhalten einen wiederholbaren Prozess und einige kopierbare Vorlagen, nicht „Verdopple deine Pipeline in 30 Tagen“.
Einfache Aufteilung:
- LeadTrain: Outreach‑Listen‑Kriterien, zwei Einladungs‑Mails an ein Newsletter‑Segment und ein kurzer Abschnitt zu Reply‑Handling und Follow‑ups
- CRM‑Partner: Registrierungstext, Kalender‑Integration für gebuchte Termine und ein kurzer Abschnitt zur Übergabe an die Pipeline
- Beide: je zwei Social‑Posts, je eine Erinnerungs‑Mail und gemeinsames Speaker‑Prep (30 Min.)
In Woche 1 messen sie frühe Signale: Registrierungsrate pro Kanal, Aufwand in Team‑Stunden und Prozentsatz der Replies, die „interessiert“ vs. „nicht jetzt“ sind. Sie beobachten auch negative Signale (Abmeldungen, Spam‑Beschwerden), um bei Bedarf zurückzusteuern.
Bis Woche 4 konzentrieren sie sich auf messbare, realistische Ergebnisse: Show‑Up‑Rate, gebuchte Meetings aus Teilnehmenden und wie viele eine Nachverfolgung angefragt haben.
Follow‑up ist zustimmungsbasiert. Alle, die interagiert haben, bekommen die Aufnahme und eine Einseiter‑Checkliste. Nur Personen, die explizit „ja“ für mehr Hilfe gesagt haben, erhalten eine kurze, unaufdringliche Nachricht mit einem 15‑minütigen Beratungstermin oder einer maßgeschneiderten Vorlage.
Nächste Schritte: Co‑Marketing‑Outreach wiederholbar machen
Behandle jede Partnerschaft wie ein kleines Experiment, das du erneut fahren kannst. Nach dem ersten guten Lauf halte fest, was funktioniert hat, solange es frisch ist.
Mach deinen besten Pitch zur Vorlage, die du wiederverwenden kannst. Kurz halten und Raum lassen, um partner‑spezifische Teile zu personalisieren (ihre Zielgruppe, ihr Blickwinkel, das gemeinsame Ergebnis). Einschließlich: warum du sie gewählt hast, 2–3 Themenoptionen mit klaren Takeaways, eine einfache Promo‑Aufteilung, wie du ihre Arbeit reduzierst und eine leichte Erfolgsmessung (plus was du nicht versprichst).
Baue eine kleine Partner‑Pipeline auf, damit du nicht in Stress gerätst, wenn du ein Webinar oder einen Leitfaden brauchst. Ziel: 10–20 potenzielle Partner und eine einfache Follow‑up‑Cadence: Initialmail, Erinnerung nach ein paar Tagen, dann eine Abschluss‑Nachricht. Wenn keine Antwort kommt, weiterziehen, ohne die Beziehung zu verbrennen.
Nach jedem Lauf erstelle ein leichtes Reporting‑Dokument und speicher es zentral. Es sollte in 15 Minuten ausfüllbar sein: Partner, Angebot, vereinbarte Metriken, Promotion‑Aktivitäten, Ergebnisse und Notizen zu wiederholbaren Elementen.
Wenn du Partner über Outbound‑Mails rekrutierst, kann eine All‑in‑One‑Plattform wie LeadTrain auch Setup‑Aufwand und Postfachchaos reduzieren, indem sie Domains, Mailboxes, Aufwärmen, mehrstufige Sequenzen und Reply‑Klassifikation an einem Ort konsolidiert (leadtrain.app).
FAQ
Why do most co-marketing outreach emails get ignored?
Die meisten Pitches wirken wie Mehrarbeit mit unklarem Nutzen. Die erste Nachricht sollte schnell drei Dinge beantworten: warum es für ihre Zielgruppe relevant ist, wie du ihre Marke und Liste schützt, und wie viel Zeit du genau brauchst.
How do I choose the right partner for a joint webinar or guide?
Wähle einen Partner, dessen Nutzer deinen ähnlich sind, der aber einen angrenzenden Schritt im selben Workflow löst. Wenn du die gemeinsame Zielgruppe und das gemeinsame Problem nicht in einem einfachen Satz beschreiben kannst, passt der Partner noch nicht.
How can I validate partner fit without a long back-and-forth?
Prüfe öffentliche Signale, die darauf hindeuten, dass die Umsetzung reibungslos läuft: wen sie auf ihrer Website ansprechen, welche Themen sie wiederholt behandeln und ob sie bereits Partner‑Inhalte promotet haben. Wenn sie bei einfachen Fragen langsam reagieren oder ihre Aktionen inkonsistent wirken, gehe davon aus, dass dein Projekt sich ebenfalls ziehen wird.
What makes a co-marketing topic feel fair to both sides?
Beginne bei einem gemeinsamen Kundenproblem, nicht mit „unser Produkt + ihr Produkt“. Ein guter Themenvorschlag verspricht ein praktisches Ergebnis, das das Publikum auch ohne Kauf erreichen kann, und gibt beiden Seiten faire Lehr‑Rollen statt abwechselnden Pitches.
What should I include in the first outreach email?
Halte es kurz und ziele auf ein 15‑minütiges Gespräch, nicht auf eine sofortige Verpflichtung. Nenne eine klare Bitte inkl. Format, zwei bis drei enge Themenoptionen, eine realistische Zeitabschätzung und einen einfachen nächsten Schritt, der leicht mit Ja oder Nein beantwortet werden kann.
What “proof” should I share without overpromising results?
Nenne einen ehrlichen Belegpunkt, der Unsicherheit reduziert, z. B. deine typische Registrierungs‑Spanne, Zielgruppengröße oder ein ähnliches Format, das du schon durchgeführt hast. Vermeide große Versprechen; moderate Erwartungen schaffen Vertrauen und erleichtern das Nachgespräch.
How do we split promotion so it doesn’t get awkward later?
Vereinbart Besitzer und konkrete Aktionen statt vager Absichten. „Fair“ bedeutet, dass die Aufteilung Reichweite und Aufwand widerspiegelt und als bestimmte Sends oder Posts mit Terminen festgehalten wird, damit nicht eine Seite stillschweigend alles macht.
How should we handle lead sharing and follow-up rules?
Standard ist, dass jeder Partner seine eigene Liste mit zuvor abgestimmtem Text anspricht und nur Personen teilt, die ausdrücklich zugestimmt haben. Wenn ihr Kontaktdaten teilt, definiert Felder, die geteilt werden, und legt klare Follow‑up‑Grenzen fest, damit niemand in aggressive Sequenzen landet.
What success metrics should we agree on for a joint webinar or guide?
Wählt Metriken, die ihr beeinflussen und gleich messen könnt, z. B. Registrierungen, Teilnahmequote, Engagement und gebuchte Meetings. Behandelt Umsatz als mögliches Ergebnis, nicht als Garantie, und legt einfache Qualifikationskriterien schriftlich fest, damit es später keinen Streit über Lead‑Qualität gibt.
What timeline should we plan for, and how do we keep it from feeling salesy?
Ein einfacher 2–4‑Wochen‑Plan reicht für die meisten Teams, wenn ihr zwei Review‑Checkpoints früh setzt: einmal für die Gliederung, einmal für die nahe endgültige Version. Macht die Lieferung lehrreich, indem ihr zuerst Prozesse erklärt und Tools nur erwähnt, wenn sie einen Schritt entfernen (z. B. LeadTrain zum Aufwärmen von Mailboxes oder zur Klassifikation von Antworten).